Amateurfunk DL1JWD

Doppelzepp-Rechner 3.0

Die Doppel-Zepp (Doublet) gehört nach wie vor zu den beliebtesten Mehrband-Antennen, die Optimierung kann allerdings auch dem erfahrenen OM Kopfzerbrechen bereiten.
Das liegt vor allem an der kniffligen Aufgabe, die Länge von Strahler und Feeder so zu wählen, dass alle Bänder gleichermaßen gut "bedient" sind.
Ab der ersten Version (siehe FUNKAMATEUR 7/17) habe ich zahlreiche Verbesserungen vorgenommen:

Entscheidend für die Genauigkeit aller Berechnungen sind die Fußpunktimpedanzen Za = Ra + jXa des Dipols. Für deren Ermittlung bzw. Korrektur sind drei Registerkarten in der unteren rechten Ecke des Hauptfensters zuständig:

• "Freier Dipol": Mit diesem theoretischen Modell eines gestreckten Dipols im Freiraum beginnt jedes(!) neu angelegte DZR-Projekt.
Meist reicht dieses für grundlegende Untersuchungen aus.
Wer genauere Ergebnisse wünscht, dem bieten sich zur Korrektur die folgenden zwei Registerkarten an:

• "Feeder-Eingangsimpedanz": Hat man die Eingangsimpedanz des Feeders mit einem Antennen-analysator gemessen, können hier die Fußpunktimpedanzen des Dipols überschrieben werden.

• "Dipol-Fußpunktimpedanz": Wer die Fußpunktimpedanzen des Dipols mit einem Antennen-Simulationsprogramm (z.B. EZNEC oder MMANA-GAL) ermittelt hat, kann hier diese Werte eintragen.

Weiterhin sind im neuen DZR 3.0 folgende Besonderheiten zu beachten:

Beispiel

Ein gestreckter 2x22m-Dipol aus 1,5mm dickem Draht soll über halboffene Bandleitung Wireman CQ553flex gespeist werden, deren minimale Länge 5m beträgt.
Als Antennenkoppler steht ein LC-Tiefpasskoppler SG230 zur Verfügung.
Um eine Symmetrierung zu erzwingen, wird zwischen dem Ausgang des Tuners und dem Feedereingang ein 1:1-Strom-Balun aus 1m langem dünnem Koaxkabel RG316U eingeschleift.

Finde eine optimale Länge des Feeders, die bevorzugten Bänder sind 160m, 80m, 40m, 20m, 15m und 10m!

Weitere Beispiele und Bedienhinweise findest Du in der Info-Datei.